Magic: URSULAS LEBKUCHEN-MANUFAKTUR

Ich freue mich unglaublich, Euch in meinem letzten Post vor Weihnachten die absolut bezauberndsten Lebkuchen vorstellen zu dürfen, die ich jemals sehen und auch probieren durfte. Gebacken und verziert hat sie eine Freundin von uns: Ursula.Magic! Die schönsten Lebkuchen.

Ursula ist für mich ein absolutes Ausnahmetalent, wenn es um ganz filigrane, handwerkliche Dinge geht:
Mal strickt sie hunderte absolut süßer Neugeborenen-Mützen für die Charity-Aktion ‚Mütze voll Leben‘ von ‚Save The Children‘, dann entwirft und näht sie entzückende Handy-Taschen, Beauty-Bags, Fußbänder und Kleingeld-Piesel-Börsen für Wiesn-Gängerinnen (deshalb leider nicht für mich ;o)). Sie kann wunderbar illustrieren, ist eine fantastische Grafik-Designerin und darüberhinaus das Temperament in Person!

Weihnachten wird bei Ursula natürlich gebacken und – was mich daran so völlig begeistert – mit einer unfassbaren Hingabe, Ausdauer, Konzentration und Liebe verziert. Da mir selbst die Geduld und die nötige Feinmotorik für so etwas völlig fehlen, bin ich jedes Jahr aufs Neue fassungslos, wenn ich die Ergebnisse sehe.Lebkuchen wunderschön verziert.

Ich könnte die Lebkuchen sicher backen, aber nach 5 Minuten Zuckergussverzierung würde ich wahrscheinlich einen frustrierten Urschrei ausstoßen und alles aus dem Fenster werfen, um mich danach bei ganz simplen Cookies, die man von der Rolle schneidet und einmal in Zucker wälzt, wieder zu beruhigen.

Ich liebe Ursulas Lebkuchen, und ich bin wirklich versucht, mal einen Weihnachtsbaum ganz klassisch mit roten Kugeln und Dutzenden dieser wunderbaren kleinen Teile zu dekorieren.

Die schönsten Lebkuchen aus Ursulas Manufaktur. Magic!

Neben den märchenhaften, typisch weihnachtlichen und sehr weiblichen Motiven hat Ursula in ihrer wundervollen Lebkuchen-Manufaktur dieses Jahr auch einen echten Zielgruppen-Leckerbissen produziert: Pralle Anatomie in bezaubernder Spitze. Zum Anbeißen, oder?

Zum Anbeißen: sexy verzierte Lebkuchen.

Für alle, die tatsächlich jetzt noch backen möchten, darf ich heute auch das bislang bestens gehütete, geheime Familienrezept für die Lebkuchen lüften:

375 g Honig
125 g Butter
125 g Zucker
unter Rühren erwärmen bis der Zucker sich aufgelöst hat.

In eine große Rührschüssel umfüllen, abkühlen lassen (etwa bis die Masse noch flüssig genug ist, aber ein Ei nicht stocken würde).

1 Ei unterrühren.

1 Päckchen Lebkuchengewürz,
eine Prise Salz und
625 g Mehl (Typ 405)
vermengen und unter die Masse rühren… bzw. kneten.

Laut Originalrezept 0,5 TL Pottasche und Hirschhornsalz in 1EL Wasser auflösen und unterkneten.
Ursula ist da pragmatisch und nimmt anstelle der schwammigen Pottasche/Hirschhornsalz-Angabe ein Päckchen Backpulver.

Für dunklere Lebkuchen mischt sie noch einen EL bitter Kakaopulver unter das Mehl.

Den Teig über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

 

Am nächsten Tag kann nun nach Lust und Laune ausgestochen werden, und wer mag kann mit Mandeln und Korinthen bereits Gestaltung vorgeben.
Wenn der Teig zu sehr klebt, dann zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie auswellen.

Ursula wellt den Teig relativ dünn (ca 2 mm) auf einem bemehlten Glasbrettchen aus.
Wenn die ausgestochenen Lebkuchen an der Unterlage kleben, legt sie mehrere Kühl-Akkus aus dem Eisschrank unter das Glas und nach ein paar Minuten lassen sich die Lebkuchenformen mühelos mit einem Messer anheben und auf ein Backblech (Backpapier!) legen.
Wer die Lebkuchen zum Aufhängen machen will, der kann nun – wenn die fertigen Formen auf dem Blech liegen – mit einer Stricknadeln Löcher entsprechend anbringen.

Im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad 12-15 Minuten backen.

Wer mag, kann ca 2 Minuten vor Backende mit einem Pinsel Kondensmilch drüber streichen, dann glänzen die Lebkuchen schön … allerdings hält der Zuckerguss nicht mehr so gut.

 

Für die Kür, also den Guss:

1 Eiweiß mit 1 Päckchen (250 gr) Puderzucker, ein paar Tropfen Zitronensaft gut verrühren.
Dann die Konsistenzprobe machen: Dafür mit einem Zahnstocher auf einen „Probe-Lebkuchen ein paar Pünktchen machen oder Linien ziehen.
Der Guss darf weder zu flüssig noch zu fest sein. Einfach ein bisschen probieren mit der Konsistenz.

Das Ganze wird dann in ein kleines (unbenutztes!) Window-Color Fläschchen aus dem Bastelbedarf gefüllt (Ursula füllt alles zuerst in einen Einweg-Spritzbeutel und presst das dann alles in das Fläschchen hinein – ihre nach jahrelangem Training schnellste und praktischste Methode).

Und dann geht’s los!

 

Während bei Ursula der Ofen wahrscheinlich noch auf Hochtouren läuft und Ihr bei diesen Bilder vielleicht auch noch Lust bekommen habt, Euch weihnachtlich in der Cookie-Küche zu betätigen, widme ich mich für die nächsten 48 Stunden noch dem Verpacken von Geschenken und der Vorbereitung unserer Weihnachts-Sause am Montag. Gebacken wird hier allerdings nicht mehr in diesem Jahr.

Ich wünsche Euch allen wunderschöne Weihnachtstage, die genau so verlaufen, wie Ihr es Euch vorstellt!
Habt es gut und genießt die Zeit!

 

 

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