Ein Luxus-Geschenk an mich selbst: ICH-ZEIT!

Habt Ihr eigentlich genug Ich-Zeit? Diese möglichst langen Momente – gern auch ganze Tage – die einfach nur Euch gehören? Die Ihr hingebungsvoll mit etwas verbringt, das Ihr liebt, ohne auch nur einmal auf die Uhr zu schauen? Wenn ich mitten im Trubel merke, dass ich so langsam „leer laufe“, dass das Denken die Richtung nicht mehr ändern kann, egal wie rund der Kopf ist, dann schenke ich mir Ich-Zeit. Und gerade jetzt, im beginnenden Vorweihnachtstrubel, finde ich diese Augenblicke ganz besonders schön und kostbar. Instagram Herbst 2014Ich hab heute also (noch) keine neuen Plätzchenrezepte, keine Kerzen, keinen Kranz und auch keinen DIY-Adventskalender für Euch, sondern ein Plädoyer für ein bisschen Besinnlichkeit.

Für mich kann Ich-Zeit ein verquatschter Nachmittag mit einer guten Freundin sein, ein ganz besonders lauschiger Abend mit R., oder pure me-myself-and-I-Stunden, die ich mit mir ganz allein genieße. Ich liebe es zum Beispiel, den Sonntagnachmittag mit einem Berg Zeitschriften und Süßkram auf der Couch zu verbringen. Das letzte Mal, als ich das geschafft hab, gab’s in der Elle Decoration auch noch ein Special zu „the science of snoozing“ – das fordert doch geradezu dazu heraus, ein paar dösende Stunden zu genießen. Ja, ich liebe mein IPad, aber so eine Zeitschrift, deren Seiten ich mit unzähligen Eselsohren versehen kann, wo immer ich eine Inspiration finde, bleibt für mich ohne Konkurrenz.

LazySunday Kopie
Zweisamzeit mit R. ist für mich doppelte Ich-Zeit. Im Augenblick ist es bei uns fast mörderisch hektisch, umso schöner ist es, ab und zu eine ganz bewusste, gemeinsame Auszeit vom Alltag zu nehmen. Oft kochen wir dann gemeinsam, im Hintergrund läuft ein bisschen Diana Krall und wir starten mit einem Aperitif in ein romantisch-besinnliches Abendessen bei Kerzenlicht. Der nächste Morgen kommt bestimmt, und da dürfen uns Job & Co. dann auch wiederhaben.

GinOClock 141004Backen ist für mich grundsätzlich herrlichste Ich-Zeit. Ich liebe es, früh morgens allein in der Küche zu werkeln und dabei zwischen Mehl & Milch aufs Schönste die Zeit zu verlieren. Die Weihnachtsbäckerei-Saison liebe ich natürlich ganz besonders. Hier wird sie immer am Samstag vor dem ersten Advent eingeläutet. Zuerst backe ich meine Alle-Jahre-Wieder-Plätzchen, zu denen seit diesem Jahr auch die himmlischen Schokoladen Cookies mit Fleur de Sel gehören, und dann teste ich immer auch ein paar neue Rezepte, die ich auf meinen Lieblingsblogs entdecke.

ChocDay1
Mein letzter ganzer Ich-Tag war am vergangenen Samstag, und den hab ich ausschließlich mit vorweihnachtlicher Denk- und Bastel-Besinnlichkeit gefüllt. Wem schenke ich was? Wie wird geschmückt, verpackt und verschickt? Wie sieht der Adventskalender aus und wie die Weihnachtspost? So ein Nachmittag zwischen Bergen von Papieren, Boxen, Schleifen &  Co macht mich glücklich, und stimmt mich persönlich in ganz besonders schöner Weise auf die Weihnachtszeit ein.

Geschenkverpackung Adventskalender weiß gold schwarz
Ganz ehrlich: Wenn Überstunden bedeuten, aus dem letzten Futzel Zeit noch Produktivität zu quetschen, dann könnte man die Ich-Zeiten auch Unterstunden nennen. Sie können produktiv sein, aber das ist nicht ihr Ziel, und genau das macht sie so himmlisch! Eine meiner liebsten Blogger-Kolleginnen, Christine aka Trickytine, hat letzte Woche den TU-ES-DAY ausgerufen. Eine grandiose Idee, wie ich finde, zumal der TU-ES-DAY auch ein TU-NIX-DAY sein darf, denn er ist im Sinne seines Wesens pures Lustprinzip. Ich schenke mir jetzt noch ein paar TU-ES-STUNDEN am Sonntag, und werde beim ersten Punsch des Jahres in aller Ruhe meine Kartons mit Weihnachtszeug inspizieren und einen Plan für die Adventsdeko machen. Schenkt Ihr Euch genug Ich-Zeit? Und wie verbringt Ihr sie am liebsten?

 

 

Comments

  1. says

    morning aus frankfurt 😉

    Die doofe Post! Hatte dir aus Palma ein buntes Kärtchen geschrieben…
    Weihnachten haben wir auch einen Plan für uns entwickelt 😉 Der Tatortreiniger begleitet uns durch die Festtage und Staffel 3 von*winter is coming* game of Thrones. Gutes Essen und guter Gin sowie Madame Champagner erheitern uns sicherlich an Tag 1 Tag 2 Tag 3…….
    Ruhe. Blumen. Olga. Schokolade und den Gatten zu Füßen 😉
    Genießt eure Zeit und Finger weg von der Tastatur!! Der Trend geht eindeutig zu old school Postkarten und kleinen Briefchen 😉 Ich spüre das.
    In diesem Sinne,
    Bütten,Füller, Tinte und ein köstlicher Portwein laden ein zu kleinen Gedichten, Anekdoten und lieben Grüßen

    xx
    karin

  2. says

    Fein geschrieben liebe Astrid!

    Für mich sind das mein Box hüpf Bett, ein Stapel DVD Serien, ne Flasche Cremant = 4 Gin Tonic;) Und ne leise Kerze, indirektes Licht und ne kleine Leckerei wie z.B. Datteln im Speckmantel. Da habe ich nur noch ein flauschiges Kissen im Nacken und drücke auf: „Alle Episoden abspielen!“

    Und unbedingt brauche ich für diese Stunden einen frischen Blumenstrauß an meiner Seite. Ich kann so ein Akkuladetag auch super zu zweit verbringen;) Da liegt dann allerdings noch ne Welt am Sonntag auf dem Tablett und meine Labrador Hündin Olga zu Füßen;)

    Dir eine besinnliche Zeit

    xx

    Karin

    P.s. man fragt ja eigentlich nicht …..aber……ist meine kleine Urlaubspostkarte bei dir angekommen?

    • MONAQO says

      Liebe Karin,
      genau so könnte bei mir so ein Austag voller Unterstunden auch aussehen, und ich könnte wetten, wir könnten DVD-Serien tauschen oder feststellen, dass wir die gleichen im ‚ich bleib im Bett‘-Bestand haben ;o)) Ich nehme dann Mann statt Hund zu Füßen, obwohl Olga garantiert flauschiger ist, als R. (hoffentlich liest er nicht mit). Eine Karte aus Deinem neuen Urlaub??? Nein, hier ist nichts angekommen, auf dem Postweg irgendwo stecken geblieben? Ich hätte Dir doch sonst sofort eine weitere Liebeserklärung per Mail ins Haus geschickt. Aber warte ab … Weihnachten schaffe selbst ich es und selbst in diesem völlig irren Jahr, ganz persönliche Grüße auf den Weg zu bringen. Wir haben hier gerade mit gegenseitigem Indianerehrenwort jeglichen Weihnachtsdruck als absurd erklärt und sind wild entschlossen ein paar wirkliche Akkuladetage einzustreuen. Der Plan steht (noch) ;o) und eigentlich bin ich zuversichtlich.
      Dir auch eine ganz besonders schöne vorweihnachtliche Entspanntheit mit Cremant und Gin und Tonic und Kerze und Blumen und Datteln und Flauschkissen und: Olga! Hab es gut und gemütlich. Prost Advent, Astrid

    • MONAQO says

      Gleich mal angeschaut und für so lecker befunden, dass sie direkt auf meiner Nachbackliste gelandet sind! Hab einen schönen 1. Advent, Sabrina.

  3. Tammy says

    Momentan gibt’s zu wenig Ich-Zeit, allerdings versuche ich es nächsten Sonntag so zu legen, dass ich da auch mal wieder durchatmen kann. An Weihnachten ist noch gar nicht richtig zu denken in dem Stress (auch wenn ich schon Plätzchen gebacken habe).

    • MONAQO says

      Bei Dir scheint es auch (viel zu) hektisch zu sein, Plätzchen backen und so ein bisschen Küchen-Meditation ist ein guter Start, um besinnlich runter zu kommen, liebe Tammy! Viele Grüße, Astrid

  4. says

    Was für ein toller und geschmackvoller Post! Das sage ich nicht nur so, sondern meine es auch so! Das fällt schon bei der Auswahl des Gin und Tonic Water auf und geht weiter mit der Lektüre, der traumhaft angerichteten Suppe. Also von mir gibt es die höchste Punktzahl!! Super toll
    Lieben Gruß von Sabrina, die gerade ein neues Cupcake Rezept austüftelt (mit Glück morgen auf dem Blog)…

    • MONAQO says

      Ein ganz dickes Dankeschön, liebe Sabrina, Dein Kommentar hat mich sehr, sehr gefreut! Und ich halte mal Ausschau nach Deinen Cupcake-Tüfteleien …. Liebe Grüße, Astrid

  5. says

    Liebe Astrid, was für ein zauberhaftes Plädoyer für die Ich-Zeit! Ein Hoch auf die Unterstunden! :) Für mich sind die Momente, in denen ich ganz in Ruhe und für mich sein kann auch sehr wichtig zum Durchatmen und Auftanken. Am liebsten gönne ich sie mir bei einer Tasse Tee, entspannter Musik (Diana Krall ist dafür perfekt!), einer inspirierenden Zeitschrift – und ganz wie du: beim Backen. Ob früh morgens oder am späten Abend in der Dunkelheit, ich liebe es! Hab eine wunderbare Woche voller Ich-Zeit und Tu-es-Momente. Liebe Grüße, Theresa

    • MONAQO says

      Liebe Theresa, und was für ein auch ganz zauberhafter (ein wunderschönes Wort!) Kommentar – ganz lieben Dank dafür. Ich glaube nach den Kommentaren insgesamt: wir sind viele ;o), und wenn wir uns alle unsere ‚Unterstunden‘ gönnen, dann könnten die nächsten Wochen herrlich entspannt und dadurch umso vorweihnachtlich-schöner werden. Genau das wünsche ich Dir! Viele liebe Grüße, Astrid

  6. Britt Schneider says

    Ich liebe, liebe, liebe deine Posts und diesen mal wieder ganz besonders. Gerade in den Wochen vor Weihnachten verlieren doch die meisten von uns jegliche Gelassenheit vor lauter Positionen auf der To Do Liste. Danach nehmen wir uns dann vor, dass im nächsten Jahr alles ganz anders werden wird. Ich schenke mir trotz aller vorweihnachtlichen Hektik auch in den nächsten Wochen garantiert Momente ganz für mich und werde dann die Adventszeit mal wieder mehr genießen. Ich wünsche Dir einen wunderschönen Start in die Woche, liebe Astrid, und viele Unterstunden in den nächsten Wochen. Entspannte Grüße von Britt

  7. says

    DANKE, meine liebe astrid, DANKE DANKE und nochmals DANKE – für diese wunderbare erklärung an das leben, den flow, die lust, die hingabe. du hast mich gerade sowas von abgeholt, und ich sinke einfach noch ein paar unendliche momente in deinen zeilen ab, weil du damit so viel schönes ausdrückst.

    du bist toll!
    deine christine

    p.s. ein hoch auf die unterstunde!

    • MONAQO says

      Danke zurück, liebe Christine, Du Erfinderin des TU-ES-Moments, der wiederum mich so abgeholt und diesen Post heute inspiriert hat!

  8. says

    Ein schöner Beitrag, den ich genauso unterschreiben kann!

    Ich finde es ultra-entspannend sehr früh morgens (wie du), wenn mein Freund noch schläft, ganz gemütlich einen Kaffee zu trinken, dabei einfach gedankenverloren aus dem Fenster zu starren oder in einer Zeitschrift zu blättern, und anschließend irgendwas zu Backen.

    Viele Grüße
    Christine

    • MONAQO says

      Liebe Christine, danke für Deine „Unterschrift“ und Deinen schönen, gedankenverlorenen Moment. Genau solche meine ich.

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