NO KNEAD BREAD aka TOPFBROT

Ich entdecke im Moment gerade meine Brotback-Seite, und dieses herrlich knusprige Flüsterbrot aus dem Gusstopf aka No Knead Bread gibt es bei uns im Moment fast wöchentlich. Es ist super einfach zu machen, schmeckt nur mit Öl und Salz, Dips oder Pesto, ist perfekt zum Grillen und ein Traum als Beilage zu Schmorgerichten und Suppen.

Topfbrot2

 

Ihr habt dieses saftige, großporige Brot, dessen Krumen beim Schneiden und Reinbeissen durch die Welt fliegen vielleicht schon auf anderen Blogs als No Knead Bread entdeckt. Bei uns heißt es Flüsterbrot oder „das sprechende Brot“, weil es während des Abkühlens unfassbar fantastisch wispert und knuspert und man ganz klar ein „iss mich“ hört, wenn man aufmerksam genug lauscht.

 

Entdeckt habe ich das Rezept vor einigen Monaten im Kleinen Kuriositätenladen. Steph war so lieb und hat mir nochmal die Mengen auf meinen kleinen Topf umgerechnet, und mittlerweile hab ich es nach und nach nochmal ganz minimal angepasst. Mittlerweile kann ich das Flüsterbrot im Schlaf backen und es kommt unter Garantie in für uns perfekten Knusprigkeit aus dem Ofen.

Topfbrot1

 

Ich nehme für meinen 22er Gusstopf:

500 g Mehl, Type 550
15 g Salz
1/4 TL Trockenhefe
380 g kaltes Wasser
Mehl (bei mir Wiener Griessler) für die Arbeitsfläche und das Gärkörbchen

Weil ich das Brot am liebsten noch warm mag, ist das mein Timing:

Am Vorabend so gegen 21h vermische ich das Mehl und das Salz und gebe die in etwas kaltem Wasser aufgelöste Trockenhefe dazu. Wie Steph benutze ich das Ende eines Kochlöffels, um alles grob zu verrühren. Ich decke die Schüssel mit einem großen Teller ab und lasse den Teig einfach für 18 Stunden in Ruhe machen, was er will.

Gegen 15h am nächsten Tag lege ich auf der Arbeitsfläche ein großes Backpapier aus, das ich richtig üppig mit Wiener Griessler bemehle. Darauf schubse ich (am liebsten mit einer Teigkarte) den wirklich ziemlich klebrigen Teig und falte ihn 4 x nach innen. Einfach ignorieren, wenn das alles noch ziemlich wüst und unförmig aussieht, mit einem Küchentuch bedecken und einfach nochmal 15 Minuten ruhen lassen.

Jetzt wird der Teig nochmal kopfüber geschubst. Bei mir in ein gut mit Wiener Griessler bemehltes Gärkörbchen. Ich habe meins mit 18,5 cm Durchmesser von hier. Alternativ empfiehlt Steph eine Schüssel mit einem gut bemehlten Küchentuch auszulegen und als Gärstube zu benutzen.

Der Teig soll jetzt noch einmal ca. 2 Stunden abgedeckt gären. Nach 1,5 Stunden stelle ich den Gusstopf mit Deckel in den Ofen und heize für eine halbe Stunde auf 275 Grad O/U vor. Wenn Ihr nach 25-30 Minuten den Topf aus dem Ofen nehmt: Achtung! Richtig heiß!!!

Den Brotteig jetzt aus seiner Gärhöhle direkt und wieder kopfüber in den Topf plumpsen lassen. Deckel drauf und ab in den Ofen.

Ich nehme den Topfdeckel immer nach ca. 25 Minuten ab und lasse das Brot dann noch ca. 15 Minuten zu Ende backen. Wenn Ihr es nicht ganz so kross und braun mögt, lasst einfach den Deckel bis zum Schluss drauf.

Und jetzt kommt der Teil, dem das Brot bei uns seinen Namen verdankt: Ihr stellt den Topf auf einen Rost und während es abkühlt schwöre ich Euch, es spricht! Es wispert und knistert, und in dieser Phase muss ich einfach daneben stehen, mein Ohr über den Topf halten und horchen, was es mir so zu erzählen hat.

Für unseren Geschmack ist das Brot perfekt, wenn es ca. 1/2 Stunde abkühlen konnte. Außen unvergleichlich knusprig und innen weich und saftig – lauwarm schmeckt  es einfach himmlisch.

Gestern gab es das flüsternde Brot bei uns zu Tomate und Mozzarella mit frisch gemachtem Pesto Genovese. Ein Traum!
Am letzten Wochenende hat es den umwerfend leckeren Coq Au Riesling von Arthurs Tochter als perfekte Beilage begleitet, und am nächsten Sonntag zum Grillbesuch von Freunden werde ich es auch wieder machen, und ich weiß jetzt schon, dass fast jeder nach dem Rezept fragen wird und kaum einer glauben kann, wie simpel es ist.

Im Kleinen Kuriositätenladen findet Ihr eine tolle Step-By-Step-Bebilderung und das Rezept für einen 26er Gusstopf mit weniger Salz. Und wie Steph verlinke ich auch gleich auf das Video von Jim Lahey, dessen Rezeptveröffentlichung in der NY Times vor mehr als 8 Jahren der Ursprung aller No Knead Brote war.

Und jetzt: Ran an den Teig und richtig guten Appetit!

 

 

Comments

  1. says

    ich liebe Brot! hier in england gibt’s leider kein tolles…unter Brot verstehen die hier Toast. :)) das Rezept klingt sehr einfach.. einfach ist in meinem fall immer gut, da ich nicht so gut mit Hefe befreundet bin 😉

    • MONAQO says

      Liebe Anett – Brot = Toast hat ja was gruseliges ;o) Das Flüsterbrot ist wirklich easy und auch noch lecker. Unbedingt probieren und keine Hefe-Panik :o))

    • MONAQO says

      Liebe Tammy, jeder braucht unbedingt einen Gusstopf, ich würde meinen auf keinen Fall jemals hergeben. Steht auf meiner Küchenliebesliste gleich hinter der Espressomaschine ;o)

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