Ein echter Klassiker: KONFIERTER KNOBLAUCH

 

Es gibt ein paar Dinge, die ich immer – wirklich immer immer – im Haus hab und konfierter Knoblauch gehört unbedingt dazu.

Sollte es unter Euch jemanden geben, der ihn so noch nie probiert hat: unbedingt nachmachen! Er verliert während des Konfierens etwas von seiner bissigen Schärfe und gewinnt eine ganz leichte und milde Süße.

Knoblauch Confit, konfierter Knoblauch

Neben dem herrlichen Geschmack, den der Knoblauch durch das Garen in Öl bekommt, ist er auch wesentlich besser verträglich. Und - ganz großartig - niemand wird am nächsten Tag von betäubenden Knoblauchfahnen in die Flucht geschlagen, denn diese sozialunverträgliche Eigenart wird quasi vollständig wegkonfiert.

Ich gebe frischen, rohen Knoblauch nach wie vor gern zu Fleisch in die Pfanne und in Schmorgerichte, aber ansonsten kommt bei uns der Knoblauch fast immer aus dem Glas. Ich dosiere ihm beim Kochen so, wie ich es auch mit rohem machen würde. Dazu zerdrücke ich die weich konfierten Zehen ganz einfach mit der Gabel.

konfierter Knoblauch

Wer noch nicht hat, sollte jetzt unbedingt!

So geht’s:

Die Zehen von den Knoblauchzwiebeln vereinzeln und in kochendem Wasser 20-30 Sekunden blanchieren.
Mit Eiswasser abschrecken und abkühlen lassen. Jetzt kann man die schlüpfrigen kleinen Zehen ganz wunderbar aus ihrer Schale drücken, holzige Enden wegschneiden.
Die nackten Zehen in einen Topf geben und soviel neutrales Öl (ich nehme Rapsöl) zugeben, dass sie gerade bedeckt sind.
Gegart wird der Knoblauch von mir für eine knappe Stunde bei ca 90 Grad. Die Zehen sind dann goldgelb und perfekt weich.

Die Knoblauchzehen nach der Garzeit direkt aus dem Topf in sterilisierte Gläser abfüllen und mit dem Öl aufgießen.
Da von dem wunderbar knofeligen Rapsöl einiges übrig bleibt, filtere ich den noch warmen Rest in eine mit Kräutern gefüllte Flasche – ein herrliches Würzöl.
Im Kühlschrank ist beides einige Monate haltbar.

Diese Art Knoblauch zu konservieren hab ich vor ein paar Jahren im Kleinen Kuriositätenladen entdeckt. Steph wiederum hat den Tipp bei food & style gefunden.

Ich hab dem konfierten Knoblauch hier und heute ein Revival spendiert, weil er einfach ein Klassiker unter den Basics ist, und ich gerade so besonders hübsche, regionale Exemplare hatte. Sonst nehme ich sehr gern den rosafarbenen, französischen Knoblauch Ail Rose De L’Autrec, der ein tolles, sehr eigenes Aroma hat.

Während hier nach dem Konfieren und Abfüllen ein herrlicher Duft durch die Wohnung zieht, muss ich zurück an den Schreibtisch. Hungrig.
Euch wünsche ich noch einen wundervollen Resttag!

 

 

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