PRIVATE DESK – Der perfekte „Ich-Platz“

Manchmal entdecke ich irgendwo ein Möbelstück, das mich völlig begeistert und das ich lange Zeit nicht aus dem Kopf bekomme. Genau so ist es mir mit dem Private Desk ergangen, als ich ihn vor etwa einem Jahr zum ersten Mal gesehen habe.

Private Desk Theresa Arns
Diese langbeinige Zierlichkeit ist durch und durch weiblich und dabei gleichzeitig so absolut pur, dass ich mich einfach in ihn (sie?) verlieben musste.

Private Desk Theresa Arns
Für mich ist der Private Desk ein echter „Ich-Platz“, ein kleines Refugium im Raum. Und wenn Ihr einen Blick in sein Innenleben werft, werdet Ihr wissen, warum.

Private Desk Theresa Arns Det 1
Woran denkt Ihr zuerst, wenn Ihr den hochgestellten Spiegel und in all die kleinen Fächer und Boxen seht? Ich finde, dieses Möbelstück erzählt auf einen Blick gleich zig Geschichten.

Mir persönlich ist parallel zur Idee „Arbeitsplatz“ sofort der klassische „Vanity Table“ eingefallen, der leider fast vollständig von der Bildfläche verschwunden ist. Meine Oma und meine Mutter haben so etwas noch besessen, obwohl es bei uns ganz hochdeutsch „Frisierkommode“ hieß. Davor stand ein (meist etwas plüschiger) Hocker, und abends wurde vor dem integrierten Spiegel gecremt, gezupft und gebürstet. Frisierkommoden oder eben Vanity oder Dressing Table waren in den 50ern ganz klar das Möbel der Frauen. Und in den Schubladen steckte neben Kosmetik, Parfum, Schmuck und Stofftaschentüchern garantiert auch der eine oder andere vergilbte Liebesbrief, ein paar aufbewahrte Kinokarten und andere, ganz private Dinge.

Private Desk Theresa Arns Det 2
Der Private Desk ist für mich die perfekte zeitgemäße Interpretation eines Frauenmöbels. Ob an ihm gearbeitet, gebloggt, Briefe geschrieben oder geträumt, geschminkt oder gebürstet wird, welche Dinge in ihm verstaut und verwahrt werden, hängt ganz von seiner Besitzerin ab.

Ich liebe nicht nur die Form und die Idee, die hinter diesem „Ich-Platz“ steckt, sondern ganz besonders auch die Kombination aus dem warmen, haptischen Holz und dem kühlen Metall. Bei aller sofort präsenten Weiblichkeit ist der Private Desk traumhaft pur und klar und ein wundervolles Stück Handwerk.

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Der Kopf hinter diesem Möbelstück ist – und das konnte in diesem Fall gar nicht anders sein – weiblich!

Theresa Arns ist Architektin und Möbeldesignerin, die erst in Köln und Düsseldorf studiert und dann ihren Abschluss Master Of Arts in Architecture & Furniture Design an der Royal Danish Academy of Arts gemacht hat. Heute lebt und arbeitet sie überwiegend im wundervollen Kopenhagen, und vielleicht ist es auch diese deutsch-dänische Fusion, die mich an ihren Entwürfen so fasziniert. Ab Frühjahr ist der Private Desk übrigens beim dänischen Hersteller Menu erhältlich und ich bin ganz sicher, er wird ein Riesenerfolg!

Alle Fotos mit einem Dankeschön via Theresa Arns

 

 

Comments

    • MONAQO says

      Vielen Dank für Deinen Besuch, liebe Dörthe. Und nachdem ich gleich mal bei Dir gestöbert hab, weiß ich, warum Dir der Tisch so gut gefällt. Für Deinen Arbeitsplatz wäre er auch ein Traum ;o)

  1. says

    Auf den ersten Blick gefällt mir der Private Desk auch sehr gut. Schöne Kombination der MAterialien, schöne schlichte Farbigkeit.. Auf den zweiten blick dann das: hm… ist ein Tisch auf dem ich nur wenig ablegen kann.. ich muss ja diese Klappe immer bedienen können… wie unpraktisch.. zwar schön, aber unpraktisch. Sicher nicht billig… Für diesen preis einen Kompromiss eingehen ? Mich dahingehend verändern, dass mein schreibtisch immer leer ist? hmm….. wohl ehr nicht. Schade.

    ganz viele liebe Grüße

    Franzy

    • MONAQO says

      Liebe Franzy, vielen Dank für Deinen Besuch! So ein in erster Linie auf Arbeitslast ausgerichteter Schreibtisch ist der Private Desk natürlich tatsächlich nicht. Mich begeistert gerade sein Multitalent, wenn ein Arbeitsplatz innerhalb eines anderen Raumes organisiert wird / werden muss. Da finde ich es perfekt, wenn er so ‚aufgeräumt‘ ist und nicht ständig nach ‚Job‘ aussieht. Viele liebe Grüße zurück, Astrid

  2. Andrea says

    Ist der schön, liebe Astrid.
    Ich kann sehr gut verstehen, dass du dich sofort darin verliebt hast und auch ich hab in Gedanken sofort die Boxen mit persönlichen Dingen gefüllt.
    Den muss ich mir unbedingt mal live irgendwo anschauen.
    Weißt du, ab wann er wo zu bekommen ist?
    Viele Grüsse aus dem Norden von Andrea

  3. says

    ganz klar eine SIE, der Tisch! ein wunderschönes stück, und diese kleinen fächer laden so herrlich dazu ein, feine und edle schmuckstücke darin zu präsentieren (die ich mir zwar erst noch kaufen müsste, vorerst wären es dann also eher haargummis und lippenbalsam, die bei mir darin platz fänden).

    ganz lieb-sonnige grüße nach münchen!
    deine christine

    • MONAQO says

      Liebe Christine, wie schön, dass „sie“ Dir auch so gut gefällt. Ich wusste gar nicht, woran ich zuerst denken sollte. Lippenstifte? Liebezettelchen? Haargummis waren auch dabei. Und Handcreme. Auf jeden Fall war die Idee drückender Arbeitslasten und riesiger Papierberge bei „ihrem“ Anblick ganz weit weg. Hach! Ich wünschte, ich würde nicht an meinem Dauerarbeitsplatz bloggen, sondern an genau diesen „Ich-Platz“. Das stelle ich mir viel, viel inspirierender vor. Und weil ich eigentlich Auszeit habe und eine mörderische Erkältung, geht’s jetzt zurück auf die Couch. Einmuckeln! Hab ein wundervolles Wochenende, Astrid

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