Liebeshäppchen: PROFITEROLES

Mein Mann und Lebensmensch liebt „Süßkram“. Alles aus Schokolade ist bei ihm eine Bank, aber er ist auch mit Creme Brulee und vor allem mit Profiteroles maximal zu ködern, zu bestechen, kulinarisch zu liebkosen. Um letzteres geht es heute. Ein gebackenes Dankeschön für tolle Unterstützung und konstruktives Sparring bei einem gerade etwas stressigen Projekt.

Heimlich still und leise hab ich gestern schon Vanille-Mousse gemacht und heute morgen die Mini-Windbeutel gebacken. Jetzt stehen sie gefüllt und mit Schokolade überzogen im Kühlschrank und ich weiß, dass sich einer riesig freut und ein aus der Tiefe gemurmeltes „momm“ (nein, er sagt nicht nomm, sondern momm – Word!) von sich gibt, wenn ich heute den Nachtisch auf dem Sofa serviere.

Profiteroles mit Vanille Mousse

Profiteroles sind wirklich nicht schwer zu machen. Vanille-Mousse kann man schon am Vortag zubereiten. Am Backtag dann noch Windbeutelchen backen, befüllen und mit Schoko überziehen. Und auch der Brandteig ist ganz einfach zu machen. 

Profiteroles mit Vanille Mousse

Um in den maximalen Genuss zu kommen, sollte die Vanille-Mousse unbedingt ganz klassisch selbstgemacht sein. Ich hab mal in akuter Zeitnot Tütenpudding benutzt und mich dann wirklich geärgert über die viel zu süße und künstlich schmeckende, im schlimmsten Sinne schlotzige Füllung.

Vanille-Mousse in Profiteroles sollte luftig sein und wirklich nach Vanille schmecken. Dann passiert folgendes: Bei jedem Bissen knackt und knuspert zart die Kuvertüre, die Windbeutel schmecken samtig-luftig und nach diesen beiden Eindrücken trifft die schaumig-kühle, herrlich vanillige Füllung auf den Gaumen …

Profiteroles mit Vanille Mousse

Hört sich ziemlich unwiderstehlich an, oder? Ist auch so. Also ab in die Küche.

Man braucht:

Für die Vanille-Mousse  (kann man perfekt am Vortag machen):

2 Blatt weiße Gelatine
250 ml Schlagsahne
40 g Puderzucker
1 Vanilleschote
(ich liebe die dicken saftigen und traumhaft verpackten Schoten von Pfeffersack & Söhne)
3 Eigelb

Für die Mini-Windbeutel:

Salz
30 g Butter
75 g Mehl
2 Eier

Und ca. 120 g richtig gute dunkle Kuvertüre (bei uns Valrhona).

So geht’s:

Für die Vanille-Mousse Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
150 ml Sahne mit Zucker und Vanille-Mark aufkochen.
Mit dem Eigelb über dem heißen Wasserbad in 3-5 Minuten cremig rühren.
Gelatine ausdrücken und in der warmen Creme auflösen.
Durch ein feines Sieb in eine Schale streichen.
Abkühlen lassen, bis die Creme leicht zu gelieren beginnt, dabei mehrmals umrühren.
Restliche Sahne steif schlagen und unter die Creme heben.
Kalt stellen (gern über Nacht).

Für die kleinen Windbeutel 125 ml Wasser mit 1 Prise Salz und der Butter aufkochen.
Mehl dazu geben und so lange rühren, bis sich die Masse als Kloß vom Topfboden löst und ein weißer Belag entsteht.
Teig 5 Minuten abkühlen lassen. In zwei Runden die Eier einarbeiten.
Teig mit einem Spritzbeutel  in haselnussgroßen Tupfen aufs Backblech spritzen.
Die Spitzen mit einem nassen Teelöffel etwas glätten.
Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad  O/U ca. 15-17 Minuten backen.
Tür zwischendurch nicht öffnen.
Auf einem Rost gut auskühlen lassen.

Die kleinen Happen nun mit einem Spritzbeutel mit entsprechender Tülle mit der Vanille-Mousse füllen.
(Perfekt zum Füllen ist z.B. diese Tülle)
Kuvertüre schmelzen und gefüllte Profiteroles damit überziehen.

Bis zum Servieren kalt stellen.

Aus den übrig gebliebenen Eiweiß mache ich heute oder morgen Baisers, die ich dann einerseits für unseren Halloween-Brunch in kleine Gespenster verwandel und den Rest zerbröselt zu ‚dem perfekten Zitronen Parfait‘ gebe. Rezepte für Baiser und Parfait folgen in den nächsten Tagen.

Ich wünsche Euch ein genussvolles Wochenende.

 

 

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