Portugiesische Vanille-Törtchen: PASTEIS DE NATA

Warum hab ich die eigentlich jahrelang vergessen? Vor ein paar Tagen ist mir ein fast verschollenes Rezept wieder in die Hände gefallen, und es gab köstliche Pasteis de Nata, wie ich sie von meiner portugiesischen Freundin Sonia kenne.

Rezept Pasteis de Nata Vanille Törtchen

Bei Sonia hab ich die Törtchen irgendwann zu Anfang unseres Studiums – also vor gefühlten 50 Jahren – zum ersten Mal gegessen und war danach jahrelang verrückt nach diesen süßen, cremigen und gleichzeitig knusprigen Teilchen. Für Klausuren oder Prüfungen zusammen arbeiten hieß immer: vorher backen wir noch schnell eine Ladung Vanille-Teilchen für die Nerven.

Rezept Pasteis de Nata

Ich bin froh, dass mir das Rezept wieder in die Hände gefallen ist, denn ich hatte nicht nur einen köstlichen Nachmittag, sondern auch jede Menge Flashbacks und Erinnerungen an eine wirklich schöne Zeit!

Ihr braucht für 6 Stück:

1/2 Päckchen Butter-Blätterteig aus der Kühltheke
(Die Oma von Sonia hat den Teig selbst gemacht, aber wir müssen ja nicht übertreiben)
Zimt (je nach Geschmack)

3 Eigelb
50 g Zucker
1 Streifen Schale von einer Bio-Orange
1/2 Vanille-Schote
125 ml ml Sahne
125 ml Milch
1/2 EL Speisestärke
(Das Familienrezept sieht Mehl statt Speisestärke vor und keine Orange, d.h. hier hab ich mein Puddingrezept mit dem überlieferten Rezept vermurgelt)

Zuerst wird die Vanille-Creme gemacht.
Die Eigelbe mit dem Zucker hellgelb und cremig aufschlagen.
In etwas von der Sahne die Speisestärke glatt rühren und zur Eigelbmasse geben.

Die Milch mit der restlichen Sahne und mit der aufgeschnittenen Vanilleschote und deren Mark sowie der Orangenschale aufkochen.
5-10 Minuten ziehen lassen. Schote und Schale entfernen.
Jetzt von der warmen Vanillesahne ein bisschen zur Ei-Mischung geben, und diese dann nach und nach mit dem Schneebesen in die warme Vanillesahne einrühren.
Auf kleiner Flamme unter Rühren wieder erhitzen, bis die Creme eindickt.
Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Damit die Creme keine Haut bekommt (das hab ich schon als Kind so gruselig gefunden), so mit Frischhaltefolie abdecken, dass die Folie aufliegt.

Während die Creme abkühlt den Blätterteig vorbereiten und den Ofen auf 240 Grad O/U vorheizen.

Für 6 Stück braucht Ihr 1/2 Teigplatte (so ca.  18 x  18 cm). Aus dem Kühlschrank nehmen, je nach Geschmack mit etwas Zimt bestreuen und zügig aufrollen. Die Rolle in 6 gleich große Abschnitte schneiden. Die Muffinformen buttern und je eine Blätterteigschnecke so in die Form setzen, dass man die Schnittseite sieht. Den Teig in der Mitte sehr flach drücken und vorsichtig an den Rändern hochziehen.
30 Minuten kühl stellen.

Die abgekühlte Vanillecreme bis ca. 1 cm unter den Förmchenrand einfüllen.
Törtchen auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Ofen bei 250 Grad O/U für 12-15 Minuten backen.
Sie sind fertig, wenn die Oberfläche der Creme richtig schön braune (= karamellisierte) Stellen bekommt – genau so sollen sie sein!

Etwas abkühlen lassen, mit einem Messer vorsichtig den Rand entlang fahren und die Törtchen aus der Form stürzen.
Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Tipp: Verdoppelt die Zutaten und macht gleich 12 Stück, das mach ich in Zukunft auch, denn sie waren bei uns ratzfatz vernascht!

Ich genieße jetzt den Rest des Tages draußen in der Sonne und hoffe, das könnt Ihr auch!

 

 

Comments

  1. Tammy says

    Die sehen herrlich aus. Ich musste sehr lachen, bei der Stelle mit der Haut – die mag ich nämlich unglaublich gerne.

  2. says

    Hi Astrid, Du hast Natas gemacht!? Wie cool ist das denn? :) Kaufe die immer auf dem Goldbek-Markt und habe mich schon öfter gefragt wie man die selber macht. Danke für das Rezept! Hab ich gleich mal abgespeichert. LG, Nadine

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