WEISSER NOUGAT MIT MANDELN & PISTAZIEN

Mit 15 oder 16 hab ich in einem Urlaub in Frankreich den ersten Montélimar-Nougat meines Lebens gegessen, und ich erinnere mich noch heute genau an die unglaublich zarte Konsistenz und die Süße in Verbindung mit dem Geschmack gerösteter Mandeln und Pistazien. Wow!

Wenn ich seitdem irgendwo guten weißen Nougat, Torrone oder Turrón (ohne Oblaten – ich kann sie nicht ausstehen) entdecke, muss ich einfach eine kleine Portion mitnehmen.
Am liebsten immer noch ganz klassisch mit Mandeln und Pistazien.

Weißer Nougat, Turron, Torrone Rezept

Als Steph vom Kleinen Kuriositätenladen vor einiger Zeit genau dafür ein Rezept angekündigt hat, war ich am Haken und gestern hab ich’s gewagt:

Mein erster Versuch hat perfekt funktioniert, und der/die/das Nougat/Torrone/Turrón schmeckt ganz genau so, wie ich es mir gewünscht hab: Chewy und soft mit dem unglaublich leckeren Aroma der gerösteten Mandeln und Pistazien.
Die ultimative Süß-Sünde zum Kaffee.
Rezept Torrone, weißer Nougat, Turron

Obwohl ich wild entschlossen war, mich bei diesem Rezept ganz genau an die Zutaten zu halten, konnte ich mal wieder nicht anders … Statt Raps- habe ich Akazienhonig genommen und dem Nougat noch etwas Vanille spendiert.

Außerdem hab ich nur die Hälfte der jeweils angegebenen Mengen genommen. Ich liebe Torrone zwar wirklich, kann aber definitiv nur ab und an mal ein bis zwei kleine Stücke davon essen, weil’s mir sonst einfach zu süß wird.

TorroneZutaten mT

So hab ich ‚s gemacht:

Zunächst braucht Ihr Invertzucker(sirup), den Ihr mindestens einen Tag, gern aber auch schon einige Wochen vorher zubereiten könnt.

Für ein Glas oder eine Flasche von ca. 250 ml werden 200 g Zucker mit 100 ml Wasser und 0,3 TL Zitronensäure in einem großen Topf (mindestens doppelte Größe) auf kleinster Stufe ca. 1,5 Stunden lang erhitzt, dabei sollte die Temperatur konstant bei 80-90 Grad liegen. Ab und zu umrühren. Am Ende der Zeit 0,3 TL Natron unterrühren. Die Reaktion ist eine ziemlich intensive Schaumbildung. Herd ausschalten und Invertzucker abkühlen lassen. Der Schaum bildet sich dann von selbst zurück.

In eine Flasche oder ein Glas füllen (vorher sterilisieren). Der Invertzucker(sirup) hält sich mehrere Monate.

Für den Nougat braucht Ihr dann:

100 g blanchierte Mandeln
50 g Pistazienkerne
2 TL Vanille-Extrakt
100 g weißer Zucker
125 g Akazienhonig
25 g Invertzucker(sirup)
1 Eiklar (meins hatte knapp 40 g)
1 Prise Salz

So geht’s:

Mandeln und Pistazien bei 170°C Umluft im Backofen für ca. 15-20 Minuten rösten.
Sie sind fertig, wenn die Mandeln goldbraun sind und es anfängt, wunderbar zu duften.

Den weißen Zucker mit dem Honig und dem Invertzucker bei mittlerer Hitze auf 150°C erhitzen. Gelegentlich umrühren.
Der Zucker soll komplett aufgelöst sein.

In einer ausreichend großen Schüssel Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.
Einen Topf für das Wasserbad aufsetzen und Wasser zum Kochen bringen.

Wenn das Karamell die 150 Grad erreicht hat, den Eischnee über dem Wasserbad weiter aufschlagen. Nun den Vanille-Extrakt und dann den heißen Karamell-Sirup zügig in einem Strahl unterrühren.

Jetzt braucht Ihr einfach etwas Geduld, denn Ihr müsst rühren, rühren, rühren.
Die Masse zieht dabei zunehmend an. Bei mir hat es ungefähr 15 Minuten gedauert, bis sie für den Mixer zu fest wurde. Dann hab ich Mandeln und Pistazien mit den Knethaken des Handmixers untergerührt.

Die fertige Nougatmasse jetzt in eine vorher leicht geölte und mit Backpapier ausgekleidete Form geben (bei mir eine Mini-Kastenform 14 cm) und so gut es geht glatt streichen.
Über Nacht in der Form fest werden lassen und am nächsten Tag nach Geschmack portionieren.

Steph hat einige Testrunden gedreht, um die perfekte Konsistenz hin zu bekommen und damit allen anderen mal wieder einen Teil der Arbeit erspart (danke, Steph!).
In Ihrem Kleinen Kuriositätenladen findet Ihr:
Das Rezept für Invertzucker(sirup) in einer größeren Menge.
Das Torrone-Rezept in einer sehr üppigen Portion mit Raps- statt Akazienhonig und ohne Vanille.
Unbedingt bei Steph reinschauen, denn sie hat auch wunderbare ergänzende Fotos während der Entstehung der Nougatmasse gemacht.

Wer Torrone liebt und den Abwasch jeder Menge extrem verzuckerter und ziemlich klebriger Küchen-Utensilien nicht scheut, sollte sich unbedingt an dem Rezept dieser ultimativen Süßigkeit probieren!

Ich wünsche Euch einen wirklich schönen Sonntag – bei uns gibt es später noch eine kleine Portion Torrone zum Kaffee.

 

Comments

    • MONAQO says

      Dankeschön!
      Es schmeckt auch wirklich köstlich, allerdings ist die ‚Produktion‘ schon eine sehr klebrige Angelegenheit und beim Abwasch (nach Einweichen) hab ich ziemlich geflucht!

    • MONAQO says

      Lieber Martin – unbedingt! Vor allem, da Du die Tücken der Herstellung offenbar schon kennst … ;o)

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